Kritik zum Konzert am 16. Dezember 2007

18.12.2007, Allgemein

Wiener Zeitung, Dienstag 18. Dezember 2007

Vom Himmel hoch

Wenn die Zehen steif, die Nasen verschnupft sind und die Weihnachtsstimmung auf dem Tiefpunkt ist, gibt es meist nur eines: hochprozentigen Punsch. Wer aber statt der Besinnungslosigkeit die Besinnlichkeit sucht – und diese nachhaltig wirken soll –, ist bei den Adventkonzerten des Divertimento Viennese wesentlich besser aufgehoben. Und Punsch gibt es dort übrigens auch. Das Wiener Kammerorchester begeisterte am Wochenende im Alten Dom in Linz und in der Wiener Karlskirche mit einem vielfältigen Bach-Programm. Der Gründer und künstlerische Leiter des Orchesters, Vinzenz Praxmarer, versteht es, hochkarätige junge Musiker um sich zu scharen – und so gerät etwa Bachs Konzert für Oboe und Violine in c-Moll (beeindruckend Oboist Herbert Maderthaner, Violine: Martin Reining) zu einem solistischen Höhepunkt. Tief bewegend dann die Kantate „Ich habe genug“, Klemens Sanders dunkel-samtener Bariton vermittelt eindringlich die heftige Sehnsucht … Weiterlesen »


Kritik zum Konzert am 15. Dezember 2007

17.12.2007, Allgemein

Oberösterreichische Nachrichten, Montag 17. Dezember 2007

Mit hörbarer Freude

Der gebürtige Linzer Vinzenz Praxmarer (28) befindet sich auf dem besten Weg, von Wien aus eine Karriere zu starten. Als Theaterdirigent hat er im Sommer 2006 in Bad Ischl mit Suppés „Fatinitza“ debütiert. Vor Jahren gründete er das Kammerorchester „Divertimento Viennese“ und gastierte damit am Samstag erstmals in seiner Heimatstadt: im Alten Dom mit einem Bach-Programm.

Das Kammerorchester, ursprünglich Wiener Musikstudenten, besteht aus einem Dutzend Streichern und den fallweise nötigen Bläsern. Es versteht sich auf ein breit gefächertes Programm von Kirchenmusik, Barock bis zu romantischer Salonmusik.

Hörbare Freude
Das Spiel zeichnet sich aus durch Lebendigkeit, saubere Artikulation und hörbare Freude. So geriet das Konzert für Oboe und Violine (BWV 1060) musikantisch erfüllt. Der geschmeidige Klang des Bläsers Herbert Maderthaner und des Streichers Martin Reining erfreuten in gutem Zusammenklang.

Die drei Kantaten, darunter der erste Teil des „Weihnachts-Oratoriums“, … Weiterlesen »


Kritiken zum Konzert am 10. Mai 2007

12.05.2007, Allgemein

Kronen Zeitung, Samstag 12. Mai 2007

Die Uraufführung von 5 Chorkompositionen von Eric Zeisl (1905 – 1959) sowie die Wiedergabe dreier Volksliedsätze von Arnold Schönberg standen im Zentrum eines spannenden Gesprächskonzertes auf Schloss Tillysburg. Die Stücke der beiden in Wien geborenen und in der NS-Zeit in die USA Ausgewanderten präsentierten sich in mäßig gehärteter Tonalität und musikantisch angeregter Lebendigkeit. Moderatorin Karin Wagner nützte die Anwesenheit Barbara Zeisls und Ronald Schönbergs, direkter Nachfahren der Komponisten zu äußerst informativen Interviwes. Der jugendlich besetzte und unter Alexander Koller auf exzellentem Niveau musiziertende Hard Chor rundete das reich akklamierte Konzert mit Kompositionen von Pärt, Bruckner und Ligeti ab.

Neues Volksblatt, Samstag, 12. Mai 2007

Hoher „Familienbesuch“ auf Schloss Tillysburg

Einen beachtenswerten Exklusivabend konnte man am Donnerstag im Schloss Tillysburg mi hohen Gästen aus Amerika erleben. Schönberg-Sohn Ronald und Zeisl-Tochter Barbara, nach dem Tod ihrer Väter ein Ehepaar, sprachen … Weiterlesen »