Kritik zu “Bach attacca” am 19. Oktober 2014

21.10.2014, Allgemein

Oberösterreichische Nachrichten, Dienstag 21. Oktober 2014

Seltenes Bach-Ereignis

Die Saison der Reihe „Musica sacra“ begann mit einem bewundernswerten Konzert des heimischen „Hard-Chores“ unter der gewissenhaften Leitung und in der Einstudierung von Alexander Koller.

Auf dem Programm stand die Aufführung aller „Sechs Motetten“ von Johann Sebastian Bach; ein seltenes Ereignis. Diese genialen Partituren gelten als Gelegenheitswerke für bestimmte Anlässe (Trauer, Geburtstag) und lassen sich nur ungefähr datieren. Sie werden „zum Höchsten und Besten der abendländischen Vokalpolyphonie“ gezählt. Mit Eifer und Einsatz hat der Chor mit seinen vielen jungen Stimmen den Reichtum an musikalischen Darstellungsformen und Ausdrucksweisen vermittelt. Dies erfolgte mit klaren und frischen, herrlich klingenden und beweglichen Stimmen, die viel Wortdeutlichkeit, einen vorzüglichen Zusammenklang und eine große Ausdrucksstärke hören ließen, wobei die Emotionalität nicht zu kurz kam. Mühelos ließen sich die rund fünf Dutzend Mitwirkenden in zwei vierstimmige Ensembles im Sinne von Doppelchören und … Weiterlesen »


Kulturbericht OÖ zur CD „Balduin und sein Granit“ August 2014

02.08.2014, Allgemein

Kulturbericht Oberösterreich

Monatsschrift der OÖ. Kultur, 68. Jahrgang, Folge 6, Juli/August 2014, Seite 23

Balduin und sein Granit

Erste CD. Der Titel deutet zwar eher auf ein Hörbuch für Kinder hin. Mit Sicherheit ist die brandneue CD des Linzer Hard-Chors für Menschen jeder Altersstufe geeignet. Umso besser wenn man gerne überrascht werden will: Von Stück zu Stück darf man in den vielfältigen Vokalkosmos von Balduin Sulzer eintauchen. „Eine Kunterbuntiade mit Chorgesängen sakralen, profanen und folkloristischen Charakters“ hat der Hard-Chor auf „Balduin und sein Granit“ unter der Leitung von Alexander Koller versammelt.

16 Kompositionen. Und dafür ist man auch als Sulzer-Kenner dankbar, denn seine schöpferische Vielfalt in so geballter Dichte erleben zu dürfen, ist an sich schon ein Geschenk. Aber eben auch für jene, die einfach verdammt gute Chormusik hören wollen. Und jeder der glaubt, mit dem typischen „Stylus Sulzerensis“ vertraut zu sein, wird spätestens … Weiterlesen »


Kritik zu „Arvo Pärt-Konzert“ am 25. Jänner 2014

27.01.2014, Allgemein

Neues Volksblatt, Montag 27. Jänner 2014

Chorfest für einen illustren Gast

Arvo Pärt und seine einzigartige Klangwelt in der Friedenskirche

In Scharen strömten die Besucher am Samstag in die Friedenskirche in Urfahr zu einem „musica sacra“-Abend mit nur zeitgenössischen (!) Werken. Für den estnischen Komponisten Arvo Pärt (78), der gerade in Österreich weilt und mit Aufführungen in Salzburg, Wien und Linz geehrt wird, haben Hard Chor und Linzer Jeunesse Chor ein großartiges Chorfest in seiner Anwesenheit gestaltet. Und sie haben den gesamten Kirchenraum mit einer Musik beschallt, die an keinem anderen Ort diese großartige Wirkung erreicht hätte.Als einer der populärsten Komponisten der Gegenwart ist Arvo Pärts persönliche Sprache in kein gewohntes Schema im zeitgenössischen Musikschaffen einzureihen. Seine schöpferische Kraft baut bei sparsamem Materialaufwand auf größte Einfachheit, kontemplative Ruhe und Klarheit der Aussage. Es ist eine singuläre Klangwelt, die technisch meist aus den verschiedensten … Weiterlesen »