Kritik zu SchuPärt am 28. April 2018


30.04.2018, Allgemein

OÖN, 30. April 2018

Spannend, doch nicht ganz geglückt

Es ist Aufgabe von Künstlern, neue Kombinationen zu entdecken. Doch nicht immer ergibt das einen Mehrwert.

So auch beim Konzert des Hard-Chors und des Orchesters Frohsinn unter Alexander Koller am Samstag im Alten Dom Linz bei der Reihe Musica sacra. Koller hat dazu eine „SchuPärtiade“ ausgerufen und Schuberts As-Dur-Messe D 678 mit Werken von Arvo Pärt kombiniert, diese als Weiterspinnungen und Kontraste entdeckt. Doch weniger das Gemeinsame, das oft Trennende trat deutlicher hervor, als es bestimmt gewünscht war. Das Orchester schien nicht wirklich auf der Höhe des Chores zu sein, der bei Pärts „Bogoróditse Djevo“, „Da Pacem Domine“ und „The Woman with the Alabaster Box“ feine Arbeit leistete. Ebenso beeindruckend wie höhensicher meisterte er Schuberts teils sehr heikle Passagen. Regina Riel führte fein jubilierend das stimmige Solisten-Quartett – Christa Ratzenböck, Markus Miesenberger und den etwas rau klingenden Johannes Schwendinger – an. Es war eine spannende „SchuPärtiade“, ob sie wie gewünscht aufgegangen ist, bleibt doch fraglich. (Michael Wruss)

 

Kronen Zeitung, 30. April 2018

Extravagantes SchuPärt-Fest

In der Programmgestaltung extravagantes Musica Sacra Konzert im Linzer Alten Dom: zu Ehren Schuberts hörte man dessen groß besetzte As-Dur Messe, die mit Kompositionen des estnischen Tonsetzers Arvo Pärt durchmixt wurde, sodass ein „SchuPärt-Fest“ zu erleben war. Es musizierten das phasenweise treffliche Orchester Frohsinn, der unter Alexander Koller vor allem bei Schubert mitreißende Hard-Chor und ein Solistenquartett mit dem herausragenden Tenor Markus Miesenberger. (Balduin Sulzer)