Kritik zum Bruckner-Chorwettbewerb in Linz von 1.-5. Juni 2011


06.06.2011, Allgemein

Kronen Zeitung, Montag 6. Juni 2011

Kultur in Kürze

Entscheidung beim Anton-Bruckner Chorwettbewerb in Linz: In der Kategorie Kammerensemble und Sakrale Musik gewann das Linzer Ensemble LALA und wurde mit dem Großen Bruckner-Chorpreis ausgezeichnet. Auch der Hard-Chor glänzte in der Kategorie Gemischte Chöre [goldene Auszeichnung und Kategoriesieger] und bekam zusätzlich einen Sonderpreis [für die beste Interpretation des Pflichtstückes „Os justi“].

Oberösterreichische Nachrichten, Montag 6. Juni 2011

Zwei Linzer Chöre preisgekröntVor allem vier Sangeskünstler und mit ihnen ein zahlreiches Publikum jubelten am Samstagabend beim Finale des 3. Internationalen Anton-Bruckner-Chorwettbewerbes, der mit 20 Chören aus 14 Ländern drei Tage in Linz erklang: Julia und Mathias Kaineder, Ilia Vierlinger wie Peter Chalupar sind das Lala Vokalensemble aus Linz. […]Grund zum Jubeln hatte aber noch ein Chor aus Linz: Das Vokalensemble Hard-Chor, geleitet von Alexander Koller, sicherte sich Gold in seiner Kategorie und einen Sonderpreis für die beste Interpretation von Anton Bruckners Kantate „Os iusti“. Ins Herz des Publikums sang sich der Hard-Chor mit seinem originellen Kürstück „Gefülltes Gansl“, einer augenzwinkernden Hommage des Welser Komponisten Helmut Schmidinger an das zu unserem Genuss gerupfte Federvieh.

Teilnehmer aus aller Welt

Mit Beifallsstürmen von Publikum wie Sangeskollegen bedacht wurden ebenso die übrigen sechs Finalisten von den Philippinen, aus Finnland, Dänemark, den USA und Singapur. Jeder Chor, jedes Ensemble beeindruckte auf seine besondere Weise, der Kinderchor aus Singapur etwa mit seiner gesungenen und (!) getanzten Version von ABBAs „Mamma Mia“. Allein die verschiedenen, durchwegs exzellenten Darbietungen in der Landessprache zu hören – auf Malaiisch, Filipino, Finnisch, Dänisch – ist ein Erlebnis. Von Konkurrenzdenken war an diesem Abend nichts zu spüren. Einzig die Freude am Dabeisein: Beifall und Jubel von allen für alle. Auch das war schön.Von der Jury vergeben wurden insgesamt vierzehn Mal Gold, zehn Mal Silber, ein Mal Bronze und ein Sonderpreis. Von den Teilnehmern aus 14 Ländern gegeben wurde – nicht weniger als alles. (Karin Schütze)