Kritiken / reviews


Kritik zum Flashmob in der Linzer Arkade am 19. März 2011

20.03.2011, Allgemein

Kronen Zeitung, Sonntag 20. März 2011

Chor-Flashmob in „Arkade“ zog zahlreiche Linzer an – Götterfunken statt KonsumDas junge Hochleistungsvokalkollektiv Hard Chor hat am Samstag im Linzer Einkaufszentrum „Arkade“ mit einer berührenden Flashmob-Attacke überrascht. Flashmobs sind überraschende Kollektivaktionen im öffentlichen Raum. Chorleiter Alexander Koller tarnte sich als Kinderwagen schiebender Vater, der vor Glück über seinen Teddybär lauthals „Freude schöner Götterfunken“ anstimmte. Von allen Seiten gesellten sich singende Menschen hinzu und als Sopranistin Eva Helm diesen „Cantus firmus menschlichen Daseins“ in himmlischen Lagen abfeuerte, füllte sich der Konsumtempel mit der vielstimmigen Botschaft der Ode von Beethoven und Schiller aus und erinnerte an die Kunde, dass der Mensch nur mit und unter Menschen Mensch sein kann. Überraschend, aber Schwestern und Brüder vergesst nicht darauf! Eine wunderbare Samstag-Mittag-Kunstaktion! (Norbert Trawöger)


Kritik zum Konzert am 27. März 2010

30.03.2010, Allgemein

Kronen Zeitung, Dienstag 30. März 2010

Kritik in Kürze

Mit einem grenzgängerischen Programm zeigte sich der Hard Chor in der Linzer Minoritenkirche unter der Leitung von Alexander Koller einmal mehr als ein leistungs- und zukunftsträchtiges Vokalkollektiv. Inmitten der Sakralfelder der Komponisten Bach, Arvo Pärt, Knut Nystedt und Eric Whitacre stand die Uraufführung von „Da Jesus an dem Kreuze stund“ des Linzers Rudolf Jungwirth, einer flammenden Passionsmusik für Chor, Orgel (Bernhard Prammer) und Kontrabass (Ciro Vigilante). Jungwirth taucht die sieben letzten Worte des Erlösers in originär lodernde Beschaffenheiten, die einem von Eindringlichkeit zu Leibe rücken. Heftige Akklamierung durch die zahlreichen Zuhörer. (Norbert Trawöger)

Neues Volksblatt, Montag 29. März 2010

Hard-Chor für Freunde moderner Passionsmusik

Passionsmusik fast nur von lebenden Komponisten sang der oö. Hard Chor in der Linzer Konzertreihe “Musica sacra“, und dennoch war die Minoritenkirche gesteckt voll. Immerhin wussten Insider, dass das mit jungen Kräften … Weiterlesen »


Kritik zum Konzert am 2. November 2009

04.11.2009, Allgemein

Kronen Zeitung, Mittwoch 4. November 2009

Bemerkenswerter Hard-Chor Wels

Der „Knopf“ geht auf

Der Hard Chor zischt konsequent und unablässig in den Himmel der heimischen Spitzenvokalkollektive, dafür sorgt eine engagierte Schar Chorwütiger unter Alexander Koller. In den Welser Minoriten präsentierte man vokale Gedanken zu Allerseelen, ein Programm von ausgeklügelter Architektur.

Erst zweieinhalb Jahre gibt es den Chor, und die Entwicklung ist bemerkenswert und nicht mehr nur viel versprechend, da vieles hier einfach schon eingelöst wird. Koller arbeitet sehr genau an Details, an stilistischen wie klanglichen Austarierungen, ohne den großen Fluss am Strömen zu hindern. Im Zentrum des tagträumerischen Programms stand Bachs Motette „Jesu meine Freude“: strukturiert, eindringlich und vor allem an den Eckpunkten von großer Kraft. Toll auch das frei fliegende „Pater noster“ von V. Miskinis oder Sausengs „Psalm 131“. Und im zweiten Teil scheint dann klanglich noch ein weiterer Knopf aufzugehen, da blüht … Weiterlesen »