Kritiken / reviews


Kritik zum Konzert am 2. November 2009

04.11.2009, Allgemein

Kronen Zeitung, Mittwoch 4. November 2009

Bemerkenswerter Hard-Chor Wels

Der „Knopf“ geht auf

Der Hard Chor zischt konsequent und unablässig in den Himmel der heimischen Spitzenvokalkollektive, dafür sorgt eine engagierte Schar Chorwütiger unter Alexander Koller. In den Welser Minoriten präsentierte man vokale Gedanken zu Allerseelen, ein Programm von ausgeklügelter Architektur.

Erst zweieinhalb Jahre gibt es den Chor, und die Entwicklung ist bemerkenswert und nicht mehr nur viel versprechend, da vieles hier einfach schon eingelöst wird. Koller arbeitet sehr genau an Details, an stilistischen wie klanglichen Austarierungen, ohne den großen Fluss am Strömen zu hindern. Im Zentrum des tagträumerischen Programms stand Bachs Motette „Jesu meine Freude“: strukturiert, eindringlich und vor allem an den Eckpunkten von großer Kraft. Toll auch das frei fliegende „Pater noster“ von V. Miskinis oder Sausengs „Psalm 131“. Und im zweiten Teil scheint dann klanglich noch ein weiterer Knopf aufzugehen, da blüht … Weiterlesen »


Kritik zum Konzert am 17. Oktober 2008

20.10.2008, Allgemein

Tips, 43. Woche 2008

Klangwunder der letzten Dinge

TILLYSBURG. Zum Auftakt des „Festivals der letzten Dinge“, das auch gleichzeitig das letzte Festival seiner Art sein soll, stand das oberösterreichische Vokalensemble Hard Chor auf der Bühne des Kellers im Schloss Tillysburg. Zu hören waren eigenwillige, ungewöhnliche Klangskulpturen. Die Lieder kamen aus verschiedensten Stilrichtungen und aus der ganzen Welt. Der Chor begeisterte unter der Leitung von Alexander Koller , der aus der oberösterreichischen Chorszene nicht mehr wegzudenken ist.


Kritik zum Konzert am 1. Oktober 2008

03.10.2008, Allgemein

Oberösterreichische Nachrichten, Freitag, 3. Oktober 2008

Brucknerfest: Ungewöhnliches Projekt im Alten Dom – Eine Messe zur Zeit Bruckners

In der Absicht, unter musikhistorischen und liturgischen Aspekten eine „katholische Messe zur Brucknerzeit“ wiederzubeleben, brachte das Brucknerfest im Alten Linzer Dom eine Aufführung der d-Moll-Messe – ergänzt mit einigen passenden Chor- und Orgelwerken des Ansfeldner Meisters. Und zwar genau an der Stätte der denkwürdigen Uraufführung der großen Messe am 20. November 1864.

Das nicht alltägliche Projekt realisierten heimische Kräfte. Der Hard Chor (Einstudierung Alexander Koller) aus geschulten, klangschönen und deutlichen Stimmen in einem runden Zusammenklang bildete eine erfreuliche Begegnung bei vier bekannten und herausfordernden A-cappella-Chorsätzen.

Nicht immer sattelfestDen Orchesterpart in symphonischer Besetzung stellte das Ensemble „Ars Antiqua Austria“ mit Originalinstrumenten aus der Brucknerzeit: Es klang nicht immer ausgewogen und sattelfest. Störend wirkten oft die getrübte Balance zwischen den Instrumentalgruppen und dem Chor, Ungenauigkeiten und mangelnde Lautstärken-Differenzierungen.

Die … Weiterlesen »