Kritiken / reviews


Kritik zum Konzert am 17. Oktober 2008

20.10.2008, Allgemein

Tips, 43. Woche 2008

Klangwunder der letzten Dinge

TILLYSBURG. Zum Auftakt des „Festivals der letzten Dinge“, das auch gleichzeitig das letzte Festival seiner Art sein soll, stand das oberösterreichische Vokalensemble Hard Chor auf der Bühne des Kellers im Schloss Tillysburg. Zu hören waren eigenwillige, ungewöhnliche Klangskulpturen. Die Lieder kamen aus verschiedensten Stilrichtungen und aus der ganzen Welt. Der Chor begeisterte unter der Leitung von Alexander Koller , der aus der oberösterreichischen Chorszene nicht mehr wegzudenken ist.


Kritik zum Konzert am 1. Oktober 2008

03.10.2008, Allgemein

Oberösterreichische Nachrichten, Freitag, 3. Oktober 2008

Brucknerfest: Ungewöhnliches Projekt im Alten Dom – Eine Messe zur Zeit Bruckners

In der Absicht, unter musikhistorischen und liturgischen Aspekten eine „katholische Messe zur Brucknerzeit“ wiederzubeleben, brachte das Brucknerfest im Alten Linzer Dom eine Aufführung der d-Moll-Messe – ergänzt mit einigen passenden Chor- und Orgelwerken des Ansfeldner Meisters. Und zwar genau an der Stätte der denkwürdigen Uraufführung der großen Messe am 20. November 1864.

Das nicht alltägliche Projekt realisierten heimische Kräfte. Der Hard Chor (Einstudierung Alexander Koller) aus geschulten, klangschönen und deutlichen Stimmen in einem runden Zusammenklang bildete eine erfreuliche Begegnung bei vier bekannten und herausfordernden A-cappella-Chorsätzen.

Nicht immer sattelfestDen Orchesterpart in symphonischer Besetzung stellte das Ensemble „Ars Antiqua Austria“ mit Originalinstrumenten aus der Brucknerzeit: Es klang nicht immer ausgewogen und sattelfest. Störend wirkten oft die getrübte Balance zwischen den Instrumentalgruppen und dem Chor, Ungenauigkeiten und mangelnde Lautstärken-Differenzierungen.

Die … Weiterlesen »


Kritik zum Konzert am 16. Dezember 2007

18.12.2007, Allgemein

Wiener Zeitung, Dienstag 18. Dezember 2007

Vom Himmel hoch

Wenn die Zehen steif, die Nasen verschnupft sind und die Weihnachtsstimmung auf dem Tiefpunkt ist, gibt es meist nur eines: hochprozentigen Punsch. Wer aber statt der Besinnungslosigkeit die Besinnlichkeit sucht – und diese nachhaltig wirken soll –, ist bei den Adventkonzerten des Divertimento Viennese wesentlich besser aufgehoben. Und Punsch gibt es dort übrigens auch. Das Wiener Kammerorchester begeisterte am Wochenende im Alten Dom in Linz und in der Wiener Karlskirche mit einem vielfältigen Bach-Programm. Der Gründer und künstlerische Leiter des Orchesters, Vinzenz Praxmarer, versteht es, hochkarätige junge Musiker um sich zu scharen – und so gerät etwa Bachs Konzert für Oboe und Violine in c-Moll (beeindruckend Oboist Herbert Maderthaner, Violine: Martin Reining) zu einem solistischen Höhepunkt. Tief bewegend dann die Kantate „Ich habe genug“, Klemens Sanders dunkel-samtener Bariton vermittelt eindringlich die heftige Sehnsucht … Weiterlesen »