Kritiken / reviews


Kritik zu Bruckner and his friends am 2. April 2016

11.04.2016, Allgemein

Oberösterreichische Nachrichten, 4. April 2016

Zwischen mystischer Ewigkeit und neu klingender Freude Bruckners

Konzert mit dem Hard-Chor Linz und dem coro siamo Wien in der Eferdinger Stadtpfarrkirche

Am Samstag trafen der Hard Chor Linz und der Coro Siamo Wien in der Stadtpfarrkirche Eferding zusammen, um einerseits Bruckners e-Moll-Messe gemeinsam zu musizieren, und um andererseits jeweils als eigenes Ensemble neue Chormusik zu präsentieren, die an den gigantischen Klangflächen von Bruckners Messe anknüpfen. Doch auch Bruckners Kompositionsstil – speziell in dieser achtstimmigen Messe – ist nicht neu, sondern setzt bei der damals wieder belebten und für die Kirchenmusik als einzig richtig angesehenen klassischen Vokalpolyphonie des ausgehenden 16. Jahrhunderts an. Spannend bei dieser Verbindung von Alt und Neu ist die „Legende von der eingemauerten Frau“. Eine vielschichtige, höchst diffizile Komposition des lettischen Komponisten Eriks Esenvalds, der gerade als Shootingstar der internationalen Chorszene hoch im Kurs steht, … Weiterlesen »


Kritik zu Bruckner und Schwertsik am 10. Oktober 2015

13.10.2015, Allgemein

Neues Volksblatt, 13. Oktober 2015

Bruckner meets Kurt Schwertsik

Der Wiener Komponist zum 80er beim „Musica sacra“-Auftakt im Alten Linzer Dom

Des Feierns war kein Ende am Samstag im prallvollen Alten Dom beim Auftakt der neuen „Musica sacra“- Saison. Zum einen wurde der bis 2016, zum 120. Todestag, reichende Bruckner-Zyklus mit einem fast vergessenen Werk des Meisters fortgesetzt. Zum anderen war Kurt Schwertsik aus Wien mit seinem Oratorium angereist, um auch in Linz nachträglich zum 80er am 25. Juni gefeiert zu werden.

Meisterstück des erst 30-jährigen Bruckner

Die „Missa solemnis“ (Messe WAB 29) von Bruckner reiht sich nur namentlich hinter die berühmtere von Beethoven, was nichts mit ihrer Bedeutung zu tun hat. Das Meisterstück des noch wenig geschulten 30-jährigen hat ihm die Aufnahme in Wien bei Simon Sechter eingebracht. Der Linzer Domchor hat das Werk einmal aufgeführt, aber das ist lange her.

Diesmal waren das Bruckner … Weiterlesen »


Kritik zu „AEC 2015 – Diaspora Maschine“ von 3.-6. September 2015

09.09.2015, Allgemein

Die Presse, Samstag 5. September 2015

Ars Electronica: Schrittgeschwindigkeit in Linzer Neustadt

Das Linzer Festival findet heuer in aufgelassenen Hallen der Post statt: In der – sehr gut besuchten – „Post City“ werden Fragen und Vorschläge zur Zukunft der Städte vorgestellt. Manchmal mit Antigravitation, oft mit Witz und Geist.

Von diesen Städten wird bleiben: der durch sie hindurchging, der Wind!“, schrieb Bert Brecht. Man darf ergänzen: Auf und aus ihren Trümmern wird man neue Städte bauen. Diesfalls nur eine temporäre Stadt: die (schön doppeldeutig benannte) „Post City“ der Ars Electronica, errichtet im aufgelassenen Post- und Pakete-Verteilzentrum beim Linzer Hauptbahnhof, 100.000 Quadratmeter Betonhallen mit dem Charme einer Tiefgarage. „Dieses Gebäude ist bereits Altstoff“, sagt Ars-Direktor Gerfried Stocker: Eine Nachnutzung ist nicht vorgesehen.

Ödland also. Die Innenarchitekten der Ars Electronica haben es begrünt, mit Sträuchern und Bäumen, so üppig und doch bescheiden, dass man sich mit … Weiterlesen »